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Michael Derrer

Über mich

Ich sehe mich als weltoffenen Menschen, der aber seine Wurzeln nicht verlieren will. Was rührt mich mehr: ein alter Schweizer Film, oder ein politischer Durchbruch in einem Land, in dem ich einige Zeit verbracht habe?

Meine Einstellung zur Schweiz

Die Erfahrungen der langen beruflichen Auslandaufenthalte erlauben mir, das Politische System der Schweiz in Perspektive zu setzen. Demokratie wird bei uns bereits im Schulunterricht gelernt und in Vereinen und auch in vielen Firmen gelebt. Wahrscheinlich steht die Fähigkeit der Schweizer zuzuhören in Zusammenhang mit dieser gelebten Demokratie. Es handelt sich um eine Grundlage der Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit unserer Wirtschaft.

Andererseits will ich aber nie vergessen, dass unserem Land durch besondere historische Umstände Krieg, Nazionalsozialismus und Kommunismus erspart geblieben sind. In Ländern wie Polen, Rumänien, Russland oder der Ukraine, wo man ständig auf Spuren von Niederlagen der Menschlickeit stösst, wird einem immer wieder ins Bewusstsein geführt, wie sehr unser Wohlstand auch auf schierem Zufall und Glück basiert, das wir uns gar nicht verdienen konnten.

Weltoffenheit und Heimatliebe sind keine Gegensätze

Ich möchte das beste von den Orten, die ich kennenlernen durfte, mit nach Hause nehmen.

  • So bestaunte ich in der High School in USA die Auftrittskompetenz der jungen Amerikaner, die intensiv trainiert wird.
  • Die Westschweizer inspirieren mich durch ihren feinen Humor.
  • Rumänen zeichnen sich durch ihre rhetorischen Fähigkeiten und die klassische von den Griechen und Römern stammende Bildung aus.
  • An Russen und Ukrainern schätze ich besonders die Fähigkeit, lang anhaltende Freundschaften zu schliessen.
  • Polen beeindrucken mich durch ihre intrinsische Korrektheit im Verhalten anderen gegenüber.

Von meinen Neigungen her bin ich Theoretiker, der aber den praktischen Nutzen der Theorie nicht aus den Augen verliert.

Bildung ist eine Lebenseinstellung, Autodidaktik und der immer neue Sprung ins kalte Wasser sind der beste Lehrer.

Was mich an Osteuropa und Russland fasziniert

Ende des Kommunismus und Aufbau von Marktwirtschaften

Mein Studium der Politik- und Wirtschaftswissenschaften fiel in die Zeit der grossen politischen Umwälzungen in Osteuropa. Die Geschehnisse bewegten mich zu langen Studienaufenthalten in Bukarest (1991-92) und in Moskau (1992-94 und 1996). Seither habe ich mich berufilch auf die osteuropäische Region spezialisiert und lernte nach und nach weitere Länder kennen.

Es war ein einmaliges Erlebnis, das Ende des sowjetischen Imperiums mitzuerleben – von der historischen Tragweite vielleicht vergleichbar mit dem Ende des Römischen Reiches. Ich wollte die letzten Reste dieser Welt, die so anders war als die unsrige, „aufsaugen“ und den Erfahrungsschatz der Menschen, welche in diesem seltsamen System gelebt hatten, aufnehmen.

 

 Das Bürofenster einer verlassenen sowjetischen Fabrik

Ebenfalls einmalig war es, die Entstehung einer Marktwirtschaft in Osteuropa mitzuerleben – ein Lernprozess, den jeder Bewohner dieser Region selbst durchlaufen musste.

Kulturelle Unterschiede

Zwischen Osteuropa, Russland und den westlichen Ländern bestehen auch bedeutende kulturelle Unterschiede. Es fasziniert mich, diese zu beobachten, und deren Gründe und Logik verstehen zu lernen. 

 

Aufenthalt des Schweizer Radteams in Moskau, den ich organisierte

  • Russland-Seminar für Schweizer Exporteure von Michael Derrer. In diesem Seminar, das ich seit 2007 für exportierende Schweizer Firmen anbiete, vermittle ich meine Erkenntnisse über die Funktionsweise der Russischen Wirtschaft und Gesellschaft.
  • Vorträge halte ich auch zu Themen im Zusammenhang mit der Ukraine, Rumänien und Polen
Historische Ereignisse, denen ich beiwohnte und mit denen ich mich intensiv auseinandersetzte
  • Revolution 2014 in Kiev (Euromaidan)
  • Bürgermeisterwahlen von 2012 in Moskau, als die Opposition überraschend gut abschnitt
  • Ich war Wahlbeobachter 2004 in Kiev (Orange Revolution)
  • Aufenthalt in USA 2003 zu Zeit des Beginns des Irakkriegs
  • Präsidentschaftswahlen von 1996 in Russland – die Oligarchen sichern Jelzins Amt gegen die Bedrohung der Kommunisten
  • Aufenthalt in Moskau während der bürgerkriegsähnlichen Wirren von 1992
  • Ich war Wahlbeobachter bei den ersten freien Wahlen 1991 in Rumänien
  • Hilfsgütertransport nach Bukarest Februar 1990, nach dem Sturz des Diktators Ceausescu
Meine Studien- und Arbeitsaufenthalte im Ausland
  • 2.5 Jahre in Moskau und St.Petersburg
  • 2 Jahre in Kiev
  • 2 Jahre in Bukarest
  • 1.5 Jahre in Warschau und Krakau
  • 6 Monate in Havanna
  • 1 Jahr USA
  • 9 Jahre in Lausanne, Genf und Fribourg

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