(Deutsch) Akademische Interessen

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Mein Ausgangspunkt liegt in der Wirtschaftssoziologie, also der Anwendung sozialwissenschaftlicher Methodik auf den Gegenstand der Wirtschaft.

Interdisziplinarität ist mir wichtig, denn nur die Verbindung von Betriebswirtschaft, Volkswirtschaft und Recht mit Soziologie und Philosophie erlaubt eine differenzierte Sichtweise auf wirtschaftliche und gesellschaftliche Zusammenhänge.

 

Michael Derrers Interessen liegen in folgenden Bereichen:

Heterodoxe Ökonomie. Der Begriff fasst Theorien und Erklärungsansätze zusammen, die an den Wirtschaftsfakultäten der Universitäten in der Regel kaum gelehrt werden. Dank dem Fundus an Erkenntnissen und Konzepten “alternativer” Denker der Vergangenheit und Gegenwart erweitern wir unseren Horizont und vergrössern den Spielraum, um unabhängig zu denken.

Einfluss sozio-kultureller Faktoren auf die Wirtschaftsentwicklung in osteuropäischen Ländern. Wie wirken sich Verhaltensweisen auf das Potential zur Entwicklung aus? Welche Anreizsysteme beeinflussen das individuelle Verhalten der Wirtschaftsakteure? Welche Veränderungspotentiale bestehen und wie funktionieren die Mechanismen der Veränderung?

  • Analyse der Korruption.  Schweizer KMU sind aufgrund des internationalen Wettbewerbsdrucks gezwungen, ins Ausland zu exportieren oder dort zu produzieren. Ausserhalb der westeuropäisch geprägten Welt werden sie zwangsläufig mit Phänomenen der Korruption konfrontiert. Wie gehen sie mit diesem für sie ungewohnten Sachverhalt um, auch angesichts der Schweizer Strafrechtsnorm, die Korruption im Ausland unter Strafe stellt?
  • Interkulturelle Kommunikation. Nur mit dem Verständnis der spezifischen Werte und Verhaltungsweisen einer Gesellschaft können Schweizer Unternehmen im Ausland erfolgreich sein. Dies gilt auch für unsere osteuropäischen Nachbarländer, mit denen ich mich seit vielen Jahren befasse.
  • Politik und Wirtschaft in Russland, Ukraine, Polen, Rumänien. Seit 25 Jahren verfolge ich die politischen Geschehnisse im Raum der ehemaligen sozialistischen Länder und versuche Verbindungen zwischen dem gesellschaftlichen Wandel, Strukturen der politischen und wirtschaftlichen Macht, politischen Reformen und der Tagespolitik herzustellen.

Bewertung schwierig zu bewertender Güter. Wertschöpfung erfolgt heute vor allem durch Wissen. Dieses findet sich aber nirgends in der Bilanz. Kann man diesem Wissen einen objektivierbaren Wert beimessen?

Konstruktivistischer Unterricht der volks- und betriebswirtschaftlichen Theorie. Der Konstruktivismus befasst sich mit der Art, wie Menschen Sachverhalte theorisieren und daraus Modelle bilden, und wie diese Modelle wiederum das Verhalten der Menschen beeinflussen. Für den Unterricht bedeutet dies, zu lernen mit Modellen umzugehen, diese zu hinterfragen und auch eigene Modelle zu bilden. Noch immer besteht jedoch der Wirtschaftsunterricht in erster Linie in der Übernahme von vermeintlich objektiven Modellen, welche “die Realität” abbilden sollen.

  • Projekt in Ausarbeitung: Lehrbuch “Wirschaft im Widerspruch”.  Konfliktierende Sichtweisen auf die uns umgebende Wirtschaft werden einander gegenübergestellt – mit offenem Ausgang.